7. BBE/UFOP-Fachseminar „Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“                          CO2-Bepreisung: gesetzliche Rahmenbedingungen                                            Effizienztreiber THG-Quote                               

HYBRID-VERANSTALTUNG

 

Das erfolgreiche Fachseminar des Bundesverbandes Bioenergie e.V. (BBE) und der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) zu „Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“ findet inzwischen zum siebten Mal statt. Covid-19 stellt uns alle vor Herausforderungen. Doch, es eröffnet uns auch vielseitige Chancen. Unser Ziel ist es Ihnen - wie gewohnt - wichtige Informationen für Ihr Unternehmen rund um die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen, die neuesten politischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen anzubieten. Das ermöglicht Ihnen eine frühzeitige Anpassung an neue Vorgaben und einen Vorsprung am Markt. Selbstverständlich soll der Aspekt des Netzwerkens auch nicht zu kurz kommen.

 

Aus diesem Grund werden wir das Seminar in diesem Jahr erstmalig als Hybrid-Veranstaltung durchführen. Nehmen Sie vor Ort an der Präsenzveranstaltung in Berlin teil oder schalten Sie sich digital dazu. Für die Veranstaltung vor Ort steht für TeilnehmerInnen ein begrenztes Kontingent von 25 Plätzen zur Verfügung.

 

Option A:             Präsenz-Teilnahme vor Ort in Berlin

Option B:             Online-Teilnahme über GoToWebinar

 

Hintergrund und Anlass:

Deutschland hat zum 1. Juli 2020 die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. Die Herausforderungen könnten nicht größer sein zur Wiederherstellung der Wirtschaftsleistung in Verbindung mit einem effizienten Klimaschutz in allen Mitgliedstaaten. Die Bundesregierung hat hierzu, wie alle anderen Mitgliedstaaten auch, einen nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) der EU-Kommission übermittelt. Im Rahmen der Einführung in das Fachseminar werden die Eckpunkte und der weitere Handlungsbedarf erläutert. Im Mittelpunkt des Einführungsvortrages stehen der Verkehrssektor und die erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung des sektorspezifischen Klimaschutzzieles. Sind diese ausreichend oder muss nachgebessert werden, nicht zuletzt infolge der Erhöhung des Klimaschutzziels auf 50 bzw. 55 % oder höher, wie dies aktuell im Europäischen Parlament diskutiert wird. 

 

Die CO2-Bepreisung wird absehbar in der Europäischen Union zu einem der wichtigsten Instrumente zur Steuerung und Beschleunigung des Transformationsprozesses zur Dekarbonisierung der Energieversorgung in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen entwickelt werden. Im Fokus steht insbesondere der Verkehrssektor, weil dieser, abgesehen von dem Dekarbonisierungsbeitrag infolge der Beimischung von treibhausgasoptimierten und nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffen, bisher praktisch keinen Beitrag zur Erfüllung des sektorspezifischen Reduktionszieles geleistet hat. Die Qualität der Lenkungswirkung wird naturgemäß über die Höhe des Preises bestimmt, demzufolge verständigte sich die Politik einvernehmlich auf die Erhöhung der CO2-Bepreisung im Rahmen der Novellierung des Brennstoffemissionshandelsgesetz.

 

Mit dem Inkrafttreten des Bundesemissionshandelsgesetzes (BEHG) ab Januar 2021 stellt sich für Unternehmen der Mineralölwirtschaft, der Biokraftstoffbranche wie auch für Betreiber von Biogasanlagen die Frage, ob und wie diese Unternehmen von den gesetzlichen Rahmenbedingungen und den Durchführungsverordnungen betroffen sind. 

 

Der Effekt der CO2-Bepreisung ist bereits grundsätzlich ablesbar infolge der in Deutschland eingeführten Treibhausgasminderungsverpflichtung (THG-Quote) für Unternehmen der Mineralölwirtschaft. Mit dem Ziel möglichst die im Falle der Nichterfüllung anfallende CO2-Pönalezahlung zu vermeiden und die THG-Quote kosteneffizient zu erfüllen, sind die Effizienzgewinne der Treibhausgasminderung bei Biokraftstoffen im Vergleich zum Treibhausgaswert fossiler Kraftstoffe inzwischen auf durchschnittlich über 80 % gestiegen. Die gesetzlichen Regelungen ermöglichen zudem einen Quotenhandel, der ebenfalls preisabhängig stattfindet.  

 

Im Mittelpunkt des Fachseminars steht nach einer Vorstellung der Aufgaben der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) die Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung des BEHG: zum einen die konkreten Regelungen im Gesetz und zum anderen die Anforderungen gemäß der begleitenden Durchführungsverordnungen, u.a. auch bzgl. der Emissionsberichterstattung und der elektronischen Kommunikation mit der DEHSt. 

 

In Bezug auf die THG-Quotenregelung geht es um die Umsetzung in der Praxis. Wie kommen Preise für den Quotenhandel zustande und welche Herausforderungen bestimmen den Handel unter den Marktteilnehmern. 

Dieter Bockey, UFOP

 

Florens H. Dittrich, BBE